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Ein Interview von Ardašir Pârse mit Kristina Becker:

Ardašir Pârse: Frau Becker, Sie haben selbst Erfahrungen mit dem Jugendamt sammeln müssen und haben sich ausgiebig mit diesem Thema beschäftigt. Vielleicht erzählen Sie uns zunächst etwas über die Geschichte vom staatlich geförderten Kinderraub und Kinderhandel des 20. und 21. Jahrhunderts.

Kristina Becker: Es begann in Deutschland nach dem Ende des 1. Weltkrieges mit der Gründung der Jugendämter ab 1918. In der Weimarer Republik begannen die SPD und AWO damit, Kinderlager zu schaffen, aus denen sich im Dritten Reich dann später teilweise Konzentrationslager wie das KZ Uckermark entwickelten: http://www.gedenkort-kz-uckermark.de/info/chronik1-kz.htm

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Bei der Einweisung der Kinder und Jugendlichen halfen die Jugendämter, die 1939 unter kommunale Selbstverwaltung gestellt wurden, was sie bis heute sind, so dass sie keinerlei Kontrolle von außen unterliegen und somit bis heute willkürlich und frei nach eigenem Belieben schalten und walten können.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Jugendamt

Nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs arbeiteten die Jugendämter weiter und Personen, wie Hans Muthesius, dessen Idee ein KZ für polnische Kinder und Jugendliche war, erreichten teilweise die höchsten Ehren in der modernen Jugend- und Wohlfahrtspflege: https://www.zeit.de/1990/38/idee-ein-kz

Auch das Personal und die Ärzte in den Einrichtungen, wie Kinderheimen und Kinderpsychiatrien durften größtenteils unbehelligt weiter praktizieren, was zu grausamen und unmenschlichen Medikamententests in der Nachkriegszeit führte, die natürlich selbstredend erst Jahrzehnte später an die Öffentlichkeit kamen.
https://www.deutschlandfunkkultur.de/medikamentenversuche-an-heimkindern-das-war-die-hoelle.976.de.html?dram:article_id=435708

Aber nicht nur die Pharmaindustrie, sondern auch die Pädophilenlobby profitierte von den wehr- und schutzlos, weil elternlos gemachten Kindern, so brachten Berliner Jugendämter mitwissen des Senats beispielsweise jahrzehntelang Kinder und Jugendliche im Rahmen des sog. „Kentler-Experiments“ bei vorbestraften Pädokriminellen unter.
https://www.morgenpost.de/berlin/article227686483/Berliner-Jugendaemter-gaben-Kinder-zu-Paedophilen.html

Ardašir Pârse: Wie waren denn die Zustände in der ehemaligen DDR, können Sie uns dazu etwas sagen?

In der DDR herrschten ähnliche Zustände wie in der BRD, auch dort wurden Kinder geraubt, in Kinderheime, Jugendwerkhöfe gesperrt, ausgebeutet, umerzogen, misshandelt und missbraucht, wobei zu bemerken ist, dass die damals Verantwortlichen – genau wie nach 1945 – nach dem Mauerfall 1989 dafür nicht etwa zur Rechenschaft gezogen und bestraft und ihre Opfer angemessen entschädigt wurden, nein, sie arbeiten teilweise bis heute in den Jugendämtern und tun das, was sie bereits in der DDR taten: Eltern verleumden und ihnen ihre Kinder rauben.
https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/kinderheime-im-jugendamt-sitzt-der-peiniger-von-einst-11065698.html

Der Vollständigkeit halber ist zu sagen, dass die Praktiken des staatlichen Kinderraubs und Kinderhandels nicht nur auf Deutschland beschränkt sind, sondern sich auch in vielen anderen europäischen und nicht europäischen Ländern beobachten lassen, von Australien über Schweden, Norwegen, Großbritannien, Österreich, Schweiz bis hin zu Neuseeland und den USA werden von überall dieselben oder sehr ähnliche Vorgehensweisen und Muster berichtet.

Ein wichtiger Protagonist scheint mir in diesem Zusammenhang die NGO #FICE-international zu sein, gegründet 1948 in der Schweiz, die auf internationaler Ebene die ausserfamiliäre Erziehung von Kindern fördert und in der Vertreter von Universitäten als auch von Regierungsstellen vertreten sind.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/FICE

Ardašir Pârse: Was sind die Beweggründe für den staatlich geförderten und organisierten Kinderraub?

Kristina Becker: Nun, im Dritten Reich, sowie in der Franco Diktatur und im DDR Unrechtsstaat lagen die Gründe wohl klar auf der Hand, es ging vorrangig um Umerziehung und Bestrafung von oppositionellen Elementen, sowie um billige Arbeitskräfte in der Produktion, um Versuchskaninchen für die Pharmaindustrie, als auch um den Verkauf/die Abgabe von Kindern an regimetreue Vassallen (und in den USA, Kanada und Australien ging/geht es zudem noch um die Auslöschung der Ureinwohner #LostGeneration, Australien oder Kanada: https://www.fr.de/panorama/man-indianer-gepruegelt-11262485.html).

Darum geht es, m.E. wohl auch noch heute. Um die Zerstörung von Bindungen, Zugehörigkeiten und um die Eliminierung Oppositioneller. Hinzu kommen heutzutage allerdings auch noch handfeste finanzielle und arbeitsmarkttechnische Gründe, denn der Kinderraub und Kinderhandel stellen ein Milliardengeschäft dar – und sichern Millionen von Arbeitsplätzen.
https://www.welt.de/politik/deutschland/article150385271/Das-Milliardengeschaeft-mit-den-Heimkindern.html

Und die Anbieter und Betreiber der ambulanten wie auch der stationären Kinder- und Jugendhilfe – unzählige steuerbegünstigte e V.s und GmbHs , die auch noch jede Menge Spenden sowie Gelder aus den Justizkassen erhalten – bewilligen sich dabei ihre Gelder selber, sie sitzen nämlich nicht nur in den kommunalen Jugendhilfeausschüssen, in denen diese Gelder verteilt werden, nein, ihre Unterstützer und Schirrmherren, nämlich die großen Wohlfahrtsverbände wie die Arbeiterwohlfahrt, die Diakonie, die Caritas, der Paritätische Wohlfahrtsverband usw. gehören darüber hinaus zu den größten und einflussreichsten Lobbyisten im Bundestag.
https://www.tagesspiegel.de/berlin/heinz-buschkowsky-die-traeger-bewilligen-sich-das-geld-selbst/4528106.html

Und – last but not least – hier ein Link zu dem Online Portal des Kinderhandels:
https://freiplatzmeldungen.de/kinder-jugendliche-und-familien.html20191118_012226

Frau Kristina Becker mit Tochter Daria

Ardašir Pârse:  Es fällt Nicht-Betroffenen und Rechtsstaatgläubigen schwer zu glauben, dass es heutzutage so etwas wie globalen, staatlich organisierten Kinderraub und Kinderhandel geben könnte – und Viele werden das nach wie vor für eine Verschwörungstheorie halten. Wie denken Sie darüber?

Kristina Becker: Dazu gehörte auch ich. Ja, auch ich war einmal fest davon überzeugt, in der BRD in einem Rechtsstaat mit Gewaltentrennung zu leben, auch ich glaubte an eine unabhängige Justiz und Staatsanwaltschaft, die sich an Recht und Gesetz halten. Ich glaubte daran, dass SOS_Kinderdörfer und Kinderheime armen Waisenkindern helfen würden, und war begeistert von ihnen. Auch hielt ich Jugendämter für eine sinnvolle Institution, um Kinder vor Misshandlung und Missbrauch zu schützen.

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Da wusste ich allerdings noch nichts von der Weisungsgebundheit der Staatsanwaltschaften, noch wusste ich um die Abhängigkeiten der Justiz, von Nicht- öffentlichen Verhandlungen und von dem Schweigekartell (Datenschutz), dessen sich die Jugendämter bedienen, um Informationen und Berichterstattung zu unterdrücken. Ja, ich war naiv.

Mein Glaube hielt dann genau solange an, bis ich selbst Bekanntschaft zunächst mit dem Jugendamt Havelland, dann mit dem Amtsgericht Nauen, dann mit dem Amtsgericht Rathenow und später dann mit dem OLG Brandenburg schloss. Hinzufügten sich dann noch Sozialarbeiter, Gutachter, Psychologen, Rechtsanwälte und Sozialpädagogen.

Diese haben mein Bild auf dieser Welt nachhaltigst verändert. Ich habe Situationen erlebt, Sachen gehört, Schreiben gelesen, die derart verlogen und in sich selbst widersprüchlich waren, dass man gut aufpassen muss, um darüber nicht seinen eigenen Verstand zu verlieren. Und es ist auch derart verrückt, diffus und pervertiert, dass man es kaum jemanden Aussenstehenden erzählen kann, ohne dass dieser einen selbst zwangsläufig für völlig durchgeknallt halten muss.

Ich habe dabei noch das große Glück, dass ich das meiste schwarz auf weiss aus den Akten vorliegen habe, sowie auch noch über ein paar andere Beweismittel verfüge, die meine Version voll bestätigen. Leider ist dieses Material sehr umfangreich, so dass ein Normal-Sterblicher sich damit wohl kaum beschäftigen wird, außerdem besteht die Gefahr, dadurch irreparable Schäden an der eigenen Psyche sowie einen vollkommenen Verlust des Glaubens an die darin vorkommenden Personen, Institutionen und Professionen zu erleiden.

Und wenn man dann noch versteht, dass es sich hier keineswegs um einen bedauernswerten Einzelfall handelt, sondern um ein System, das nicht nur bundesweit, sondern europaweit und sogar global, sowohl früher als auch heute, egal ob im Faschismus, Sozialismus oder auch in sog. Demokratien immer sehr ähnlich ablief und abläuft, dann wird Einem das ganze Ausmaß der Katastrophe bewusst. Und das ist alles andere als schön. Und wenn man dann noch davon ausgeht, dass man noch nicht einmal die Hälfte von dem erfährt, was tatsächlich geschah/geschieht und dass sogar die Presse einem noch schamlose Lügen auftischt, dann, ja dann bleibt wenig bis nichts übrig von der Welt, an die man früher vielleicht einmal glaubte.

Aber manche Sachen muss man wohl tatsächlich selbst erst erlebt oder in nächster Nähe miterlebt haben, um überhaupt in der Lage zu sein, sie zu glauben.

Und dann sind da ja auch noch die wohlklingenden Werbungen und gebetsmühlenartigen Beteuerungen von Kinderschutz und Ultima ratio vom Jugendamt, sowie die schrecklichen Schicksale von Kindern, die ( zumeist unter der Aufsicht und mit Wissen von Jugendämtern, was aber allzuoft nicht kommuniziert oder realisiert wird) misshandelt, missbraucht oder zu Tode gequält wurden und die dann dazu dienen, unschuldige Eltern unter Generalverdacht zu stellen, nach dem Motto: Wenn das Jugendamt ein Kind wegnimmt, dann hat das schon seinen Grund.

Und so denken leider die meisten, so dass kaum Einer es sich vorstellen kann oder möchte, dass es eine Mafia geben könnte, die aus den unterschiedlichsten Berufen besteht und die eng miteinander zusammenarbeiten, um unschuldigen Eltern ihre Kinder zu rauben. Ja, in der Vergangenheit oder aber in bösen fremden Ländern, da mag es so etwas ja gegeben haben, aber hier in der demokratischen BRD? Nein, das ist unmöglich, denkt man, bis man eines Besseren belehrt wird und die eigenen Kinder abgeholt wurden. Und das kann jeden treffen und schneller gehen, als man denkt, so wie bei uns:

https://frauenpanorama.de/mutter-klagt-an-jugendamt-nahm-grundlos-mein-kind-und-gab-es-zu-gewalttaetigem-vater/

Ardašir Pârse: Ja, das ist natürlich erschütternd, ich persönlich halte alles für möglich und konnte im Laufe meines Lebens Vieles beobachten, das meinen Glauben an Recht und Gesetz erschüttert hat und letztlich in mir ein gestörtes Verhältnis zum Staat verursacht hat. Vielen Dank für das Interview Frau Becker.

Quelle :https://parseundparse-wordpress-com.cdn.ampproject.org/v/s/parseundparse.wordpress.com/2020/01/16/staatlich-gefoerderter-kinderraub-und-kinderhandel/amp/?usqp=mq331AQIKAGwASDIAQE%3D&fbclid=IwAR20Iwye3LKHtPdJKBp87W_HZP3vh-513LosmBI9-RbEi7yomYZ8AGLb6tw&amp_js_v=0.1#aoh=16012889370685&amp_ct=1601288942857&csi=1&referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com&amp_tf=Von%20%251%24s&ampshare=https%3A%2F%2Fparseundparse.wordpress.com%2F2020%2F01%2F16%2Fstaatlich-gefoerderter-kinderraub-und-kinderhandel%2F

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