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Ein zentraler, für die Verfechter der klassischen Atlantis-Theorie vitaler, Punkt, in dem sowjetische Atlantologen Flankenschutz von Wissenschaftlern aus dem Bereich der Paläo-Anthropologie bekamen, war die Ablehnung das sogenannten ‚Beringstraßen-Paradigma‘ zur rezenten Besiedlung Amerikas in Forscher-Kreisen der UdSSR.

Während die Behauptung, der amerikanische Doppelkontinent sei erstmals gegen Ende der jüngsten Eiszeit von Großwild jagenden Nomaden besiedelt worden, die ihn von Sibirien aus über eine damals noch überseeische Beringstraße betraten, unter US-Anthropologen Mitte des vergangenen Jahrhunderts bereits den Charakter einer Gebetsformel annahm, galt sie in der Sowjetunion als höchst umstritten.

So wies Zhirov 1970 darauf hin, dass auf der sibirischen Seite der Beringstraße keine relevanten Spuren der vermeintlichen Wanderungen ’steinzeitlicher‘ Großwildjäger zu finden seien: „Man muss die Tatsache zur Kenntnis nehmen, dass in Ost-Sibirien bisher keine paläolithischen Lager-Plätze entdeckt wurden. E. A. Abramova berichtet, dass Mount Afontova (radiokarbon-datiert auf ein Alter von nur 20 000 Jahren) die älteste Siedlung in Ostsibirien ist.

Doch Lagerstätten selbst diesen Alters würden östlich des Yenisei (d.h. von Mount Afontova) fehlen, was auch für die Halbinsel Chukotka gilt, über welche der Theorie zur Besiedlung Amerikas via Asien, die Migration verlief. Darüber hinaus wurden die ältesten Lager-Plätze im Gebiet der Bering-See nicht auf dem Kontinent entdeckt, sondern auf den Aleuten-Inseln bei Alaska; sie wurden auf ein Alter von nur 8425 Jahren datiert. […]

Es ist zweifelhaft, ob es vor 10 000 bis 14 000 eine große Migrationswelle über Alaska gab, als das Klima dort so kalt war, dass selbst die Tundra-Zwergbirke ausstarb. In Alaska existierte die Tundra schon seit einer sehr langen Zeit, deren Beginn [festzustellen] außerhalb der Möglichkeiten der Radiokarbon-Methode liegt.“

Zhirov kann auch Kritik am Beringstraßen-Modell von Wissenschaftlern aus den USA anführen: „Nach einer genauen Untersuchung der tatsächlichen Bedingungen, die während der Eiszeit und den Interglazialen in Alaska und Ost-Sibirien herrschten, haben L. A. Brennan, T. N. Lee, F. Rainey [zu ihm später mehr; bb], P. Tolstoy, C. S. Shard und andere amerikanische Anthropologen jetzt auf die großen Härten dieser Route hingewiesen, die erst nach dem völligen Abschmelzen der Gletscher beiderseits der Straße zugänglich war.

Das wissenschaftliche Establishment in den Vereinigten Staaten zeigte sich jedoch sowohl paläo-klimatischen Argumenten als auch harten archäologischen Evidenzen gegenüber als unempfindlich.

In der sowjetischen Anthropologie registrierte man dagegen aufmerksam, was die Kollegen beim „Klassenfeind“ alles aus amerikanischer Erde gruben, und man kam auch hier nicht selten zu völlig anderen Ergebnissen als die Amerikaner. Zhirov kann mit dieser Rückendeckung gelassen das konstatieren, was festzustellen in den USA jeden Fachwissenschaftler ins berufliche Abseits beförderte (siehe dazu z.B.: „Sie finden doch da unten nicht wirklich etwas?

Thomas E. Lee´s unerwünschte Entdeckungen; sowie: Beringstraßen-Theorie und indianische Überlieferungen von Itztli Ehecatl); er konnte nämlich feststellen, dass die ältesten Fundstätten menschlicher Relikte in Amerika tatsächlich weitaus älter sind, als dies mit dem Beringstraßen-Paradigma und mit seinem ‚Temporalen Limes‘ zur Erst-Besiedlung des Doppelkontinents vereinbar ist:

„Durch Radiokarbon-Datierungen hat man herausgefunden, dass die ältesten Lager-Plätze des Menschen in Nordamerika mehr als 25 000 Jahre alt sind. Gegenwärtig wissen wir von mindestens drei derart alten Stätten: 1) nahe Louisville, Texas – älter als 37 000 v. Chr.; 2) auf der Insel Santa Rosa, Kalifornien – etwa 28 000 v. Chr.; und 3) bei Tule Springs, Nevada – zwischen 28 000 und 33 000 v. Chr.

Selbst noch ältere Stätten, deren Altersbestimmung außerhalb der Möglichkeiten der Radiokaron-Datierung liegt, sind auf der Insel Santa Rosa. Eine anderer Lagerplatz mit einem Alter von mehr als 30 000 Jahren ist unlängst bei Pueblo, Mexiko, ans Licht gekommen. In Illinois wurden einige Stein-Geräte gefunden, die in etwa auf ein Alter von 35 000 bis 40 000 Jahren datiert wurden.“

Zur ‚wissenschaft-offiziellen‘ Einschätzung des Themas in der Sowjetunion (die natürlich auch nicht einheitlich war) bemerkt er: „I. K. Ivanova berichtet, dass der 7. Kongress der INQA zur allgemeinen Auffassung gelangte, dass der Mensch vor 15 000 bis 20 000 Jahren auftrat, d. h. zu Beginn des Holozäns. E. A. Zamyslova geht dagegen davon aus, dass der Mensch Amerika viel früher erreichte. Um dies zu untermauern, weist sie auf die Entdeckung von fossilen Menschenknochen unter Schichten des Folsom-Typs bei Midland, Texas, hin.

Angesichts dieser Evidenzen und vor dem Hintergrund der wissenschaftlichen Widerlegbarkeit des Beringstraßen-Szenarios einer rezenten, endglazialen Besiedlung Amerikas durch Jäger- und Sammler aus Sibirien, betrachtete Zhirov das faktische ‚Denkverbot‘ des euro-amerikanischen Wissenschaftsbetriebs bezüglich alternativer Modelle, die transatlantische und -pazifische Paläo-Migrationen miteinbeziehen, als inakzeptabel. Bedauernd stellt er dazu fest: „Bisher wird jede andere Route als unwahrscheinlich zurückgewiesen. […] Was die Möglichkeit angeht, dass Amerika von Osten her, über den Atlantischen Ozean und Atlantis besiedelt wurde, haben die Vorurteile der Amerikanisten jeder Möglichkeit der Existenz von Atlantis gegenüber Studien dazu einigen wenigen Atlantologen überlassen.“

Für ihn als interdisziplinär denkenden Forscher, der sowohl den Wissenschaftsbetrieb im kapitalistischen Westen als auch den in der UdSSR kannte, muss der ‚Domino-Effekt‘ voraussehbar gewesen sein, den ein grundlegender Paradigmenwechsel zur Frage der Paläo-Migrationen der Menschheit und die Entwicklung eines neuen Theorems zur wissenschaftlichen Betrachtung paläolithischer Kulturen zwangsläufig auch auf andere verwandte Fächer der Menscheits, Kultur- und Zivilisationsgeschichte ausgeübt haben würde.

Zhirov war sich dessen wohlbewußt, denn er hob hervor: „Selbst wenn wir annehmen, dass auf Atlantis keine Zivilisation existierte, wie sie von Platon beschrieben wurde, und dass das Volk, welches es bewohnte, auf der selben Stufe primitiver Barbarei stand wie der Rest der Menschheit, ist bereits die Existenz von Atlantis als geologisch rezente geographische Entität für sich genommen von ungeheurer wissenschaftlicher Bedeutung. Darüber hinaus spielte Atlantis als Landbrücke zwischen der Alten und der Neuen Welt selbst dann eine bemerkenswerte Rolle für die menschliche Migration, wenn es in der Epoche existierte, als sich der intelligente Mensch gerade erst entwickelte (vor 30 000 bis 100 000 Jahren).“

Man muss sich in der Tat die völlige Unvereinbarkeit des isolationistischen Besiedlungs-Szenario mit einem vermuteten ‚Bottleneck‘ Beringia als einzigem und nur zeitweiligem Zugang zum amerikanischen Doppelkontinent, wie sie vor allem von der Establishment-Wissenschaft in den USA propagiert wurde, und den experimentellen atlantologischer Modellen mit ihrem diffusionistischen Charakter vor Augen halten, um die mehr als scharfe Ablehnung eines weit prähistorischen ‚Atlantis im Atlantik‘ seitens westlicher Schulwissenschafler nachvollziehen zu können.

Die Modelle, bei denen denen vermutete – heute versunkene – Landgebiete – insbesondere Inseln und Inselgruppen – im panatlantischen Großraum im als ‚Spungbretter‘, als ‚Relais-Stationen‘ für späteiszeitiche und holozäne Migrationen über den Ozean hinweg und als kultureller ‚Schmelztiegel‘ einer Abfolge prähistorischer Seefahrer-Kulturen auf dem Atlantik dienten.

Da Zhirov im Jahr 1070 verstarb – nicht lange nach der englischsprachigen Veröffentlichung der finalen Fassung seines Opus („Atlantis – Atlantology: Basic Problems“) beim Staatsverlag Progress-Publishers in Moskau – konnte er nicht mehr mitverfolgen, wie seine paläö-anthropologischen Kernaussagen (1. Das Beringstraßen-Paradigma ist widerlegt; 2. Amerika wurde schon weitaus früher vom Menschen besiedelt als von der westlichen Forschung vorausgesetzt) in den folgenden Jahren durch immer neue archäologische Entdeckungen für kritische Geister zur unumstößlichen Gewissheit wurde. (Siehe dazu auch: Die Besiedlungsgeschichte Amerikas und das Atlantis-Problem)

Es war Zhirov auch nicht vergönnt, die weitere Entwicklung der Atlantisforschung in der UdSSR mitzuerleben, die bis weit in die 1980er Jahre hinein offenbar ganz in seinem Sinne verlief. Unter den spezifischen wissenschaftshistorischen Bedingungen in der Sowjetunion vermochte es die, von ihm als „interdisziplinäre Verbund-Wissenschaft“ charakterisierte und vorbildlich repräsentierte, Richtung moderner Atlantisforschung offenbar, sich in der dortigen ‚Welt der Wissenschaft‘ zumindest als tolerable Randerscheinung längerfristig zu etablieren.

Nicht geringen Anteil an diesem Phänomen hatten vermutlich auch diverse krypto-archäologische Tiefsee-Funde im Atlantik, die von Zeit zu Zeit durch Schiffe der sowjetischen Forschungs-Flotte – damals die größte der Welt – gemeldet wurden. Die wenigen Informationen dazu, die bisher zur Verfügung stehen, stellen wir im folgenden Teil dieser Abhandlung vor.

Bild: Diese Aufnahme wurde 1974 von der Crew des sowjetischen Forschungsschiffes Akademiker Petrovsky bei einer Expedition zu den Seamounts im Azorengebiet mit einer Spezialkamera aufgenommen. Nach Angaben des Expeditionsleiters Prof. A. Aksyonov zeigt es Fragmente einer alten Wallanlage

Gab es atlantologische Ergebnisse sowjetischer Feldforschung?

Leider findet sich in der westlichen atlantologischen Literatur – soweit bisher bekannt – nur wenig Substanzielles zur sowjetischen Feldforschung im Mittelatlantik während Zhirovs Schaffens-Periode. So berichtet etwa Frank Joseph kurz über eine interessante Entdeckung aus diesem Zeitraum: „1963 barg Dr. Maria Klinova, die für die sowjetische Akademie der Wissenschaften auf der Mikhail Lomonsow unterwegs war, sechzig Meilen nördlich der Azoren, aus Tiefen von mehr als sechstausend Fuß ungewöhnliche Felsbrocken.

Was ihren Fund so interessant machte, war die Tatsache, dass diese Specimen nur unter einem atmosphärischen Druck entstanden sein konnten, wie er an Land herrscht.“

Joseph bringt diesen Fund auch in Zusammenhang mit ‚Termier´s Tachyliten‘, denen er, für sich genommen, wenig Evidenz beimisst: „Diese Entdeckung der Sowjets scheint zu bestätigen, dass die Tachylite, die man fünfundsechzig Jahre zuvor gefunden hatte, letztlich doch über dem Meeres-Spiegel entstanden waren.“

Die Entwicklung der sowjetischen Atlantologie in den folgenden Jahren (nach 1970) ist bisher ebenfalls kaum erforscht und gerade was konkrete Studien im Feld angeht, wissen wir nur wenig. Belegt sind jedenfalls zwei ozeanographische Expeditionen der Sowjets, die – ob zufällig oder im Rahmen gezielter Suche ist unklar – im vermuteten Gebiet des ‚Azoren-Atlantis‘ Funde erbracht haben sollen. So wurde, wie der Anomalist William R. Corliss aus den USA festhält, im Jahr 1974 möglicherweise eine „Gruppe offenbar versunkener Ruinen […] von russischen Ozeanographen fotographiert, die den Ampère Seamount südwestlich von Portugal und etwa 450 Meilen westlich von Gibraltar erkundeten. A. Aksenov, der Leiter des sowjetischen Teams erklärte, ihre Fotographien zeigten >Spuren von Mauern und Treppen<.

Diese Fotos waren offenbar aus einer Tauchkugel heraus gemacht worden.“ Auch Charles Berlitz berichtete kurz über diese Expedition des sowjetischen Forschungsschiffes ‚Akademiker Petrovsky‘ zu den Seamounts Ampère und Josephine. Diese beiden unterseeischen Anhöhen ragen mit ihren flachen Kuppen aus einer Tiefe von etwa 10 000 Fuß (3048 m) bis wenige hundert Fuß unter der Meeresoberfläche empor. Und David Hatcher Childress schrieb über die Ergebnisse der Forschungsfahrt: „Die sowjetische Akademie der Wissenschaften gab bekannt, Atlantis sei gefunden worden und es wurden Fotos an die Nachrichten-Medien ausgegeben.“

Dazu präsentiert er „die Fotographie eines Teils einer augenscheinlichen Mauer die […] mit einer automatischen Unterwasser-Kamera aufgenommen wurde […] Das runde Objekt auf der rechten Seite ist das Ende eines Lots, das von Forschungsschiff herabgelassen wurde.“

Eine weitere Fotographie (Abb. 2), die, „wie berichtet, auf der Kuppe des Ampère Seamount aufgenommen wurde, zeigt offenbar künstliche Stufen, die teilweise mit Lava bedeckt sind. Ein führender sowjetischer Wissenschafter, Professor Aksyonov [oben: „Aksenov“; d.Ü.], hat erklärt: >Meiner Meinung nach befanden sich diese Strukturen einstmals an der [Meeres-]Oberfläche<.“ Eine sowjetische Folgeexpedition, die wenige Jahre später, 1981, stattfand, scheint eine größere Ausbeute an verwertbaren Daten und mehr Fotographien der putativen Ruinen erbracht zu haben, wie Meldungen der Agenturen TASS und Associated Press nahelegen, auf denen die folgende Nachricht aus The Baltimore Sun basiert: „Sowjetische Ozeanographen sagen, sie haben möglicherweise auf dem Meeresboden mehrere hundert Meilen westlich von Portugal den versunkenen Kontinent von Atlantis entdeckt.

Andrei Monin, Forschungs-Direktor an Bord des Sowjet-Schiffes ‚Akademiker Kurchatov‘, sagte, dass die Wissenschaftler ihre Hypothesen über >mysteriöse Strukturen< auf 460 Fotographien basierten, die man am Ampère Mountain aufgenommen hatte, einem Unterwasser-Gipfel zwischen Portugal und den Madeira-Inseln, 450 Meilen westlich der Straße von Gibraltar. >Auf einer Anzahl von Bildern des nordöstlichen Teil des Gipfels erkannten [die Forscher] rechteckige Strukturen.

Auf einem der Bilder können wir rechteckige, [1 Yard] breite Platten erkennen, die vom Grund aufragen.< Die Presseagentur TASS zitierte Mr. Monin mit einem Statement im sowjetischen Magazin ‚Erde und Universum‘. >Die Position der Platten, der einzelnen Blöcke, sowie die regelmäßige Form der fotographierten Platten … können womöglich ihren artifiziellen Ursprung bezeugen<, sagte Mr. Monin. Bei der Beschreibung der Stein-Arbeiten sagte er, >Die Oberfläche ist durch gleichmäßige Fugen unterteilt .< Er meinte, die Fotographien zeigten eine >Stein-Mauer von [18 Inches] Breite, die aus Blöcken gemacht sei<.

Bild: Auch diese Aufnahme stammt von der Exkursion der Akademiker Petrovsky im Jahr 1974. Sie zeigt laut Nachrichtenagentur TASS die Reste einer, z.T. von Lava bedeckten, Steintreppe. Aksyanov erklärte dazu: „Meiner Meinung nach befanden sich diese Strukturen einst an der [Meeres-] Oberfläche.“

Eine Diskussion (die diesen Namen verdient hätte) lösten die genannten Meldungen, jedenfalls bei westlichen Wissenschaftlern, nicht aus und Corliss, der den Komplex nachrecherchiert hat, muss achselzuckend feststellen: „In der wissenschaftlichen Literatur haben wir [wen wundert´s?] nichts gefunden, was die russischen Angaben bestätigt oder erweitert.“

Dabei gab es mit den Zufallsfunden des US-Ozeanographen Dr. Robert J. Menzies (1923-1976) von der Duke University (1965) sowie aufgrund der Aufnahmen „römisch“ wirkender Säulen in etwa 2000 Meter Tiefe, die Teil einer größeren Bau-Struktur gewesen zu sein scheinen, durch ein US-Tauchboot im Jahr 1973 (vergl. dazu: Unterwasser-Archäologie und moderne Atlantisforschung) auch vergleichbare amerikanische Entdeckungen im Mittel- bzw. Nord-Atlantik, die zumindest Indizien-Chrarakter aufwiesen.

Ob die sowjetischen Forschungs-Schiffe auch hydrographische Daten gewonnen haben, die durch den Nachweis alter Wasserläufe ein massives Absinken von ehemaligem Azoren-Terrain unter die Meeresoberfläche nachweisen können, ist derzeit nicht bekannt. Jedenfalls standen solche Evidenzen, welche die Entdeckungen der sowjetischen Atlantologen und Ozeanographen stützen konnten, im Westen schon lange zur Verfügung: Bereits 1931 hatte, wie wir bei Alexander Braghine (1940) erfahren, der deutsche Atlantisforscher Kurt Bilau, der ebenfalls die Theorie einer mittelatlantischen Atlantis-Großinsel vertrat, „die neuesten Karten und exakte Daten des Geographischen Instituts zu Berlin verwendete, um eine ausgezeichnete Karte des Atlantik-Bodens bei den Azoren zu zeichnen. Diese Karte zeigt auch die submarine Vertiefung von Cape Breton, die als Ergebnis eines langen Erosions-Prozesses geformt wurde.

Dieses unterseeische Tal liegt 1½ Meilen unter der Oberfläche, und Major Bilau hat nachgewiesen, dass all die Flussbetten, die von von den Pyrenäen und den nördlichen Küsten Spaniens ausgehen, in diese Vertiefung führen. Bilau zufolge weist diese Vertiefung alle Anzeichen dafür auf, als Ergebnis fortgesetzter Boden-Auswaschung durch einen Fluss entstanden zu sein, der sich seinen Weg durch die Berge bahnte. Es ist evident, dass es unter Wasser keinen Fluss geben kann. Nach Bilau endet die Erosions-Tätigkeit eines Flusses, wenn er den Ozean erreicht, da das Süßwasser leichter als das salzige ist und an der Oberfläche bleibt.“

Erst „1971 fanden Christian und Barbara Joy O’Brien vor der Insel São Miguel, der größten der Azoreninseln, klare Hinweise auf ein mit Felsbrocken gefülltes Flussbett unter dem Meer. Anhand ausgeklügelter hydrographischer Karten erkannten sie Flüsse, die einmal auf den Südhängen von São Miguel entsprungen und in einem gigantischen Tal, 64 Kilometer vor der heutigen Insel, zusammengeflossen sind. Andere Inseln der Azorengruppe wiesen ähnliche hydrographische Unregelmäßigkeiten auf, und in einem Fall entdeckten die O´Briens gar eine Serie von Hunderte Kilometer langen Flußtälern, die sich in einem großen Strombassin treffen.“

Es sollte allerdings einige Jahrzehnte – genauer gesagt bis zum Jahr 2005 – dauern, bis unabhängige Geologen aus Deutschland tatsächlich bereit waren, auf dem Mittelatlantischen Rücken (quasi ’nebenbei‘) auch einmal gezielt nach Spuren früherer Besiedlung zu suchen und – zu ihrer größten Überraschung – FÜNDIG wurden!

Erst unlängst, im Februar 2006, bestätigte der Meeresgeologe und Team-Leiter Dr. Gernot Spielvogel vom privaten Atlantis-Institut, Überlingen, in einem Online-Interview gegenüber Atlantisforschung.de: „Wir haben geologisch einwandfrei gesicherte Angaben, was die Größe der Landmasse von Atlantis und eine Übersicht zur Beschaffenheit Poseidonias betrifft“.

Spätestens diese aktuellen und möglicher Weise höchst brisanten Funde bei den Azoren sollten Grund genug sein, die vergessenen Erkenntnisse sowjetischer Ozeanographie und Atlantisforschung des 20. Jahrhunderts neu zu entdecken.

Schon Egerton Sykes, pensionierter Diplomat im Dienste ihrer britischen Majestät und charismatischer ‚Grand Old Man‘ der klassischen Atlantologie in Großbritannien, hatte 1968 voller Respekt bemerkt: „Was auch immer wir von den politischen Aktivitäten der Russen halten mögen, so muss doch akzeptiert werden, dass sie in Sachen Atlantologie der übrigen Welt um Längen voraus sind.

Die Anzahl der Bücher und anderer Publikationen aus den Sowjet-Staaten seit dem jüngsten Krieg ist zehn mal so groß wie in der gesamten westlichen Welt, und, was dazu kommt: die Qualität ist extrem hoch. Außer N. F. Zhirov gibt es noch zahlreiche andere Autoren [vergl. etwa: Sowjetische Geologen zur Realität von Atlantis (N. Zhirov)], deren Arbeiten sich in den vergangenen 21 Jahren mit Atlantis beschäftigt haben.“

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